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Informationen aus Wikipedia - der freien Enzeklopedie (gekürzt)

Slowakisches Paradies

Das Slowakische Paradies
innerhalb der Geomorphologischen Einteilung der Slowake
i

Das Slowakische Paradies (slowakisch Slovenský raj) ist ein Gebirgszug und Nationalpark im
Zentrum der Slowakei. Es ist Teil der geomorphologischen Einheit Spisko-gemersky kras
(übersetzt Zips-Gemerer Karst), die ihrerseits zum Slowakischen Erzgebirge in den
Westkarpaten gehört.

Die durchschnittliche Höhe des Gebietes liegt bei 800 bis 1100 Meter über dem Meer.

Das Slowakische Paradies liegt im nordöstlichen Teil der Westkarpaten. Das Gebiet des
Nationalparks umfasst mehr als 200 km² und befindet sich in den Bezirken Spiska Nova Ves
und Poprad. Es ist geprägt durch zahlreiche Schluchten und kleinere Wasserfälle, in denen
teilweise spektakuläre Wanderwege (u. a. mit freistehenden Leitern) angelegt wurden.

Auch zahlreiche Höhlen sind hier zu finden, z. B. die Dobinska ladova jaskyna
(Dobschauer Eishöhle).

Das Slowakische Paradies bietet ganzjährig Möglichkeiten für sportliche Aktivitäten,
unter anderem Wandern, Skifahren und Sportklettern.

 

Informationen aus Wikipedia - der freien Enzeklopedie (gekürzt)

Nationalpark Slowakisches Paradies , Národný park Slovenský raj


Lage: Kosicky Presovsky
Nächste Städte: Spiska Noav Ves, Dobsina, Poprad

Fläche:  197,63 km²
Gründung: 18. Januar 1998
Adresse:
Sprava Národného parku Slovenský raj
Letecká 3
052 01 Spiská Nová Ves

Der Nationalpark Slowakisches Paradies (slowakisch Národný park Slovenský raj) ist ein
slowakischer Nationalpark in der Ost-Mitte des Landes. Er erstreckt sich über einen Teil des
Slowakischen Erzgebirges, im gleichnamigen Gebirge, das zum Spisko-gemersky kras gehört.

Der Park ist 197,63 km² groß, seine Schutzzone bedeckt eine Fläche von 130,11 km²,
insgesamt 327,74 km². Die Mehrheit liegt im politischen Bezirk Kosicky kraj(Okresy Roznava
und Spiska Nova Ves), kleinere Teile befinden sich im Preovsky kraj (Okres Poprad)
und ein winziger Teil (bei Telgart) im Banskobystricky kraj (Okres Brezno).

Durch das Gebiet verlaufen markierte Wanderwege mit einer Länge von insgesamt
etwa 300 km, oft mit Leitern, Ketten und Brücken ausgestattet, in einer reizvollen Landschaft
über tiefe Schluchten und in unmittelbarer Nähe der Wasserfälle.

Einige Teile werden zusätzlich in elf nationalen Naturreservaten und sieben Naturreservaten
geschützt. Es gibt auch mehr als 200 Höhlen, nur eine ist jedoch der Öffentlichkeit als
Schauhöhle zugänglich:

die Dobschauer Eishöhle, seit 2000 Teil des UNESCO-Welterbes „Höhlen des Slowakischen
Karstes und Aggteleker Karstes“.

Der Sitz der Verwaltung befindet sich in Spiska Nova Ves.
Ein 156,96 km² großes Gebiet innerhalb des Nationalparks wird seit 2004
als Natura-2000-Gebiet geführt (Code: SKUEV0112).

Geschichte und Name

Der Vorgänger des Parks wurde schon 1964 gegründet und war als Landschaftsschutzgebiet
(slow. chránená krajinná oblasťt, CHKO) eingestuft.
Er war das erste CHKO in der Slowakei überhaupt. Am 18. Januar 1988 bekam er
per Verordnung der Regierung der SSR 23/1988 Zb. den Status eines Nationalparks.

Der Name „Slowakisches Paradies“ erschien zum ersten Mal 1921 in der Zeitschrift
Krásy Slovenska, vorher trug das Gebirge verschiedene Namen, wie Kalkgebirge von Hrabsuice
(Kabsdorf)/Letanovce (Lettensdorf), Vernár-Hnilec-Berge,
Bergland von Stratená (Verlorenseifen) u. ä.

Geographie

Der Nationalpark befindet sich in der Ostslowakei. Geomorphologisch gehört er zum
Slowakischen Erzgebirge, Unterteil Spisko-gemerský kras, zu dem auch das Slowakische
Paradies gehört. Städte in der unmittelbaren Umgebung sind Spiska Nova Ves, Dobsina und
Poprad, bedeutende Gemeinden sind Dedinky, Hrabusice, Mlynky, Straten und Vernra.

Die Kernzone bedeckt den größten Teil des Gebirges, während die Schutzzone
neben dem Rest auch einen Teil des Talkessels Hornadska kotlina umfasst.
Im Westen grenzt der Park an die Niedere Tatra, im Süden an die Volovske vrchy.

Größere Flüsse sind der Hnilec im Süden und der Hornad im Norden. Dazu kommen auch Bäche
wie Biely potok, Veľlká Biela voda, Vernársky potok oder Zajf.
Der Park ist bekannt für eine größere Anzahl an Schluchten, die bis zu 300 Meter tief sind.
Die bekanntesten sind der Veľlký Sokol, der auch mit 4,5 km der längste ist,
Suchá Belá, Piecky und Kyseľl, alle mit zahlreichen Wasserfällen.

Der längste Durchbruchstal heißt Prielom Hornádu (deutsch Durchbruchstal von Hornád),
der je nach Quelle 11 bis 16 km lang und bis zu 150 Meter tief ist. Der höchste Wasserfall ist
Závojový vodopád (70 m). Neben den öffentlich zugänglichen Schluchten gibt es auch eine
Anzahl an gesperrten Schluchten.
Dies ist aus Gründen des erhöhten Naturschutzes geschehen, um einige Gebiete unberührt
zu lassen. Am Südrand befindet sich der Stausee Palcmanska Maas (56 ha groß),
der verschiedenen Freizeitaktivitäten, aber auch der Fischerei dient.

Der höchste Berg ist die Predan hola (1545 m n.m.), andere touristisch bedeutende Berge sind die Havrania skala (1.153 m n.m.) und Tomášovský výhľlad (680 m n.m). Der niedrigste Punkt liegt am Hornád mit 470 m n.m. bei Smizanska Maša.

Flora und Fauna

Die variierte Landschaft spiegelt sich auch in der reichen Pflanzen- und Tierwelt wider.
Im Nationalpark besteht die größte Varietät der Schmetterlinge in der Slowakei,
mit 6,06 Arten je Quadratkilometer. Auf der Wiese Kopanecké lúky beträgt die Varietät der
höheren Gefäßpflanzen bis zu 75 Arten je Quadratmeter.

Im Nationalpark befinden sich etwa 4.000 Arten der Wirbellosen, davon etwa 2.000 Arten der
Schmetterlinge, 400 Arten der Käfer und 150 Arten der Weichtiere.

Wirbeltiere sind mit mehr als 200 Arten vertreten; zu den bekanntesten Säugetieren gehören
Braunbär, Fuchs, Wolf, Wildkatze, Hirsche, Wildschwein und Marder. Zahlreiche Schluchten
und dichte Wälder sind Heim für verschiedene Vogelarten, ob Raub- oder Singvögel.

Wälder bedecken etwa 90 % der Fläche des Nationalparks. Größtenteils wachsen dort Buchen,
Tannen, Fichten und Kiefern. Im Park befinden sich etwa 930 Pflanzenarten,
davon sind etwa 30 Arten geschützt. 6 Arten sind Endemiten im Slowakischen Paradies,
weitere 19 Arten kommen nur in den Westkarpaten vor.

Zu diesen gehören: Slawische Kuhschelle (Pulsatilla slavica), Großblütiger Fingerhut (Digitalis
grandiflora Mill.
), Karpaten-Glockenblume (Campanula carpatica).
Durch klimatische Eigenschaften wachsen hier auch Arten, die normalerweise nur in den
Hochgebirgen anzutreffen sind, wie Bergkiefer, Edelweiß oder Schweizer Moosfarn.

Besonderer Naturschutz

Einige Gebiete innerhalb des Nationalparks werden besonders geschützt. Diese sind

Národné prírodné rezervácie (NPR, Nationale Naturreservate)

- Hnilecká jelšina (84,59 ha, seit 1988)
- Holý kamen (210,87 ha, 1976)
- Kyseľl (949,97 ha, 1964)
- Piecky (244,93 ha, 1964)
- Prielom Hornádu (290,49 ha, 1964)
- Sokol (700,93 ha, 1964)
und weitere

Národné prírodné pamiatky (NPP, Nationale Naturdenkmale)

- Dobšinská ladová jaskyna (360,21 ha, seit 1964)
- Medvedia jaskyna (1972)
- Stratenská jaskyňna (2001)
und weitere

Prírodné pamiatky (PP, Naturdenkmale)
- Hranovnické pleso (68,09 ha, seit 1984)
- Prírodné rezervácie (PR, Naturreservate)
und weitere

 

 

 

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