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Übernommen mit freundlicher Genehmigung durch Radio Slovakia International

Radio Slovakia International
02. 02. 2015 14:33

Willkommen in der Schulwelt

In der Schule verbringt der Mensch ziemlich viel Zeit. Viele sind der Meinung, dass wir das halbe Leben dort verbringen.

Haben Sie sich schon mal Gedanken darüber gemacht, wie das slowakische Bildungssystem funktioniert?

Gibt es in der Slowakei neben den staatlichen auch private Schulen? Wie ist das Niveau der hiesigen Hochschulen und Unis, und wie stehen sie im internationalen Vergleich da? Um diese und viele anderen Themen zu erleuchten, gab es im Jahr 2014 bei Radio Slowakei International die Reihe: „Willkommen in der Schulwelt". Nichts ist schwarz-weiß. Entdecken Sie mit uns die verschiedenen Schattierungen des slowakischen Bildungssystems.

Die Reise fangen wir im Jahr 1934 mit den Erinnerungen eines alten Preßburgers an.

Link zum Originalartikel

 

Auf dem Weg zum normalen Superkind

Jetzt wissen wir, dass obwohl alle Kinder die Tür in die Schulwelt offen haben, nicht jedes die gleichen Chancen hat. Was sind die aktuellen Probleme und Trends in der Bildung in der Primarstufe? Besuchen Sie mit uns die Kindergärten und die Grundschulen.

 

Die Bildung oder das Handwerk?

Hat Handwerk in der Slowakei immer noch goldenen Boden? Werden die Schüler entsprechend auf einen Beruf oder eher auf ein Weiterstudium vorbereitet? Besuchen Sie jetzt eine Handelsakademie, ein Gymnasium und eine Berufsschule.

 

Quo vadis Academia ?

Die slowakischen Unis und Hochschulen leiden unter Unterfinanzierung, Studenten- und Pädagogen Mangel. Auf der anderen Seite können die heimischen Studenten an mehr als 30 Hochschulen studieren. Dennoch bevorzugen viele ein Auslandstudium. Wie ist also das akademische Leben daheim?

 

Lehrer sein oder nicht sein?

Der Lehrerberuf ist in der Slowakei langsam aber sicher in Schwierigkeiten geraten. An den pädagogischen Fakultäten werden immer weniger Studenten angenommen, denn dieser Beruf ist nicht besonders gut bezahlt. Auch in der Klasse genießt ein Lehrer immer weniger Autorität. Im letzten Teil blicken wir auf den Status des Lehrers vor 80 Jahren zurück und vergleichen dann mit dem Jahr 2014 wie das Bild eines Pädagogen damals war und heute aussieht.

 

Nun, die Tür zur Schulwelt haben wir mit dem letzten Teil der Reihe „Willkommen in der Schulwelt“ zugemacht. Die slowakische (Martina Šimkovičová), deutsche (Elena Seeber) und englische (Katarína Richterová) Redaktion bei Radio Slowakei International haben versucht die Schattierungen des slowakischen Bildungssystems zu zeigen und ein Mosaik aus Reportagen, Interviews, Kommentaren, Empfehlungen und Erfahrungen zusammenzustellen.

Elena Seeber Foto: SITA, TASR

 

 

 

Die bilinguale Abteilung des Gymnasiums UDT Poprad

Struktur und Aufbau der Abteilung

Die bilinguale Sektion existiert seit 1991 und ist ein Zweig des staatlichen Gymnasiums Ulica Dominika Tatarku Poprad. Nach fünfjähriger Schulzeit an der bilingualen Sektion wird das slowakische und deutsche Abitur abgelegt. Jeder Absolvent hat somit zwei Schulabschlüsse, die ihm wahlweise ein Studium an einer slowakischen oder deutschen Hochschule ermöglichen.

An deutschen Hochschulen gibt es im Gegensatz zu den slowakischen Hochschulen keine Aufnahmeprüfungen, die Abiturienten werden als so genannte Bildungsinländer angesehen. Außerdem erhält jeder Absolvent ein staatliches Zertifikat für die deutsche Sprache.

Damit stehen den Absolventen vielfältige Möglichkeiten in der weiteren beruflichen Entwicklung offen.

Im ersten Schuljahr an der bilingualen Sektion wird verstärkt Deutschunterricht erteilt, wobei die Vervollkommnung von Deutsch als Fremdsprache im Mittelpunkt steht.

Danach wird der Unterricht in slowakischer und deutscher Unterrichtssprache erteilt und noch die zweite Fremdsprache (Englisch) weitergeführt. Der deutschsprachige Unterricht wird ab dem 2. Schuljahr in der Abteilung in den Fächern Biologie, Mathematik und Physik erteilt und das Fach Deutsch wird erstmalig von Muttersprachlern unterrichtet.

Im 3. Schuljahr kommen dann die Fächer Geschichte und Erdkunde in deutscher Sprache hinzu, wobei die deutschsprachigen Fächer bis zum 3. Schuljahr zugleich auch in slowakischer Sprache unterrichtet werden.

Ab Klasse IV (12. Jahrgang) beginnt die Abiturphase, in der gezielt auf das Abitur hingearbeitet wird. Es wird neben der slowakischen Note auch noch das deutsche 15er Punktesystem verwendet, so dass jede Leistung gleichzeitig mit einer slowakischen Note und der deutschen Punktezahl bewertet wird.

In der V. Klasse werden die schriftlichen und mündlichen Abiturprüfungen abgelegt. Ende Januar finden die schriftlichen Prüfungen in den Fächern Deutsch, Mathematik und einem Wahlfach (Biologie, Physik oder Erdkunde) statt. Ende März wird die schriftliche Prüfung in slowakischer Sprache und Literatur abgelegt.

Die mündlichen Prüfungen finden im Mai statt. Hier muss jeder Absolvent in vier Fächern sein Wissen unter Beweis stellen.

Das Studium an der bilingualen Abteilung ist sehr anspruchsvoll und erfordert von jedem Schüler ein hohes Maß an Ehrgeiz und Studiendisziplin. Viele unserer Schüler wohnen während der Schulzeit in einem Internat in Poprad, da sie aus weiter entlegenen Regionen der Slowakei kommen. Damit besteht die Möglichkeit, sich gegenseitig zu helfen und gemeinsam die Freizeit zu verbringen.

Neben einem anspruchsvollen Studium ist auch noch Zeit für viele andere Aktivitäten.

Freizeitaktivitäten

Die bilinguale Abteilung bietet ihren Studenten auch gemeinsame Aktivitäten an. So feiern die neuen Schüler nach Beginn des Studiums eine Immatrikulationsfeier, bei der sich alle erstmal gegenseitig kennen lernen können, sowohl Schüler als auch Lehrer.

In der II. Klasse steht eine gemeinsame Skiwoche auf dem Programm, die von den slowakischen Klassen- und Sportlehrern geleitet und begleitet wird. Daneben bereiten sich die Schüler während dieses 2. Schuljahres auf einen Austausch mit einer Schulklasse aus Deutschland vor. Der Austausch findet im 3. Schuljahr wechselseitig statt und findet vor allem bei den slowakischen Schülern großen Anklang, denn hier haben viele zum ersten Mal die Möglichkeit, ihre Deutschkenntnisse auch in die Tat umzusetzen und können gleichzeitig Freundschaften mit deutschen Schülern eingehen.

Im 4. Schuljahr dürfen die Schüler ein Betriebspraktikum durchführen, wobei sie für eine Woche selbst ausgewählte Betriebe besuchen und dort alles rund um den gewählten Beruf erfahren können. Diese eine Woche soll ihnen die Gelegenheit geben, in einen Beruf oder eine Berufsrichtung hinein zu schnuppern, um zu sehen, ob diese auch mit ihren Vorstellungen übereinstimmt. Nicht immer ist es leicht, alle Schüler mit einem Praktikumsplatz versorgen zu können, aber es gab bisher noch nie den Fall, dass ein Schüler leer ausging.

Der 5. Jahrgang (13. Schuljahr) steht ganz unter dem Einfluss der bevorstehenden Prüfungen. Aus diesem Grund ist es seit einigen Jahren schöne Tradition an der Schule, dass den Studenten dieses Jahrganges im Spätherbst das sog. Grünband im Rahmen einer großen Feier verliehen wird, das ihnen Hoffnung und Mut auf einen guten Schulabschluss machen soll.

Neben all diesen Aktivitäten, die vor allem im Rahmen der ganzen Klasse stattfinden, gibt es jedes Jahr für besonders fleißige Schüler die Möglichkeit an verschiedenen Wettbewerben und Olympiaden teilzunehmen.

Letztendlich haben die besten Schüler eines Jahrganges die Möglichkeit, sich für ein Vollstipendium für ein Studium an einer deutschen Hochschule zu bewerben, das vom Deutschen Akademischen Austauschdienst angeboten wird.

Quelle: Gymnasium Poprad, 2007

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Slowakei, Bildquelle: Wikipedia, Autor:

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