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Informationen aus Wikipedia - der freien Enzeklopedie (gekürzt)

Kleine Fatra


Höchster Gipfel  Velky Krivan (1709 m n.m.)
Teil der Westkarpaten

Die Kleine Fatra (slowakisch Malá Fatra) ist ein 55 Kilometer langes Gebirge im Nordwestteil
der Slowakei, südöstlich der Stadt Zillina im Verlauf des Karpatenbogens.

Der Hauptkamm verläuft von Südwest nach Nordost und wird in der Mitte des Gebirges
von der Waag (Váh) durchbrochen.

An dieser Stelle bilden der Fluss und die Gebirgshänge einen 12 Kilometer langen Engpass,
Strecnianska tiesňnava (deutsch Engpass von Strečcno) genannt.
Im Mittelalter wurden die durch den Engpass führenden Handelswege durch die Burgen
Stary hrad und Strecno bewacht.

Der Engpass trennt die Kleine Fatra in zwei Teile:

- die Krivanska Fatra im Norden (nach dem höchsten Berg Velky Krivan, 1.709 m, benannt)
- die Lucanska Fatra im Süden (nach dem höchsten Berg Velka Luka, 1.476 m, benannt)

Die Kleine Fatra wird begrenzt

- im Norden vom Bergland Kysucka vrchovina,
- im Osten vom Fluss Orava und dem Talkessel Turcianska kotlina (Turzbecken),
- im Süden vom Gebirge Stazrovske vrchy im Bergpass Fackovske sedlo und
- im Westen vom Talkessel Zailinsk kotlina (Silleiner Becken).

Geologie

Die Kleine Fatra innerhalb der Geomorphologischen Einteilung der Slowakei

Die geologische Zusammensetzung des Gebirges ist recht vielfältig.
Die Lúcanská Fatra und der südliche Hauptkamm der Krivánska Fatra bestehen
zum großenTeil aus Granit. Entsprechend ist die Oberfläche weniger gegliedert.

Der nördliche Hauptkamm der Krivánska Fatra und deren nördliche und östliche Seitenkämme
enthalten zu großen Anteilen Kalkstein, Dolomit, Quarzit und Sandstein.
Dabei ändern sich die Gesteinsarten häufig auf kleinem Raum.

Der Kalkstein begünstigte die Entstehung zahlreicher Karsterscheinungen, die jedoch weniger
spektakulär als in anderen Regionen des Landes und der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind
(z.B. Kryštálová jaskyňna).


Flora und Fauna

Die Kleine Fatra ist - abgesehen von den höher gelegenen Arealen und den Weideflächen -
dicht bewaldet.

Dabei dominieren Buchen und andere Laubbäume. Monokulturen von Fichten sind dagegen
vergleichsweise selten zu finden. In höheren Lagen wachsen verbreitet Latschenkiefern.
Der Hauptkamm ist überwiegend grasbedeckt.
Die vielerorts auf kleinem Raum wechselnden Gesteine bringen eine abwechslungsreiche
Pflanzendecke mit einer großen Anzahl - auch seltener - Arten hervor.

Die Vielfalt der Vegetation begünstigt auch einen recht großen Artenreichtum im Tierreich,
insbesondere bei Schmetterlingen und Käfern. Neben den häufiger vorkommenden Wildarten - Rehe, Wildschweine und Hirsche - sind im Gebirge auch Braunbären, Luchse, Steinmarder
und Fischotter anzutreffen.

Ornithologischerseits sind neben Greifvögeln
(Wespen- und Mäusebussard, Sperber, Habicht) Eulenarten erwähnenswert.

Bevölkerung

Das Gebirge selbst ist nur in geringem Umfang bewohnt. Mit Satefanov gibt es im Inneren der
Kleinen Fatra nur eine einzige Ortschaft im herkömmlichen Sinne.

Dagegen ist die unmittelbare Umgebung recht dicht besiedelt.

Die Bewohner der Region sind fast ausschließlich Slowaken. Interessant ist die Ansiedlung
walachischer Hirtenfamilien - besonders im Norden der Kleinen Fatra -
während des 15. und 16. Jahrhunderts.
Diese wurden allerdings innerhalb weniger Generationen von der slowakischen Bevölkerungsmehrheit assimiliert.

Die relative Abgeschiedenheit vor allem des nördlichen Gebirgsteils begünstigte das
Fortbestehen einiger Elemente volkstümlicher Kultur (Trachten, Tänze),
allerdings mit deutlich rückläufiger Tendenz. Dagegen finden sich vielerorts noch zahlreiche
lebendige Zeugnisse der slowakischen Volksarchitektur (z.B. holzschindelgedeckte Häuser)

Wirtschaft

Wichtigster Wirtschaftszweig im Gebirge ist der Tourismus (s.u.).
Von größerer Bedeutung sind auch die Forst- und die Weidewirtschaft.
Ackerbau ist wegen der starken Geländegliederung mit vielen Hanglagen nur
in eingeschränktem Umfang möglich.

Die größeren Ortschaften am Gebirgsrand profitieren momentan vom Wirtschaftsaufschwung
in der Slowakei. So errichtete der KIA-Konzern bei der Ortschaft Mosj in der Nähe von Zillina
ein großes PKW-Werk, das im April 2007 seine Produktion aufgenommen hat

Tourismus

Die Kleine Fatra ist eine der bedeutendsten Fremdenverkehrsregionen der Slowakei.

Dabei spielt die Krivánska Fatra die größere Rolle. Wichtigstes touristisches Zentrum ist
das Vratna-Tal (slowakisch Vrátna dolina).
Eine Reihe der dieses Tal umgebenden Gipfel ist felsig. Unter ihnen tritt der zerklüftete
Kalksteinberg Velke Rozsutecy (1.610 m) hervor; er ist eine der botanisch reichsten
Lokalitäten der Slowakei.

Vom Vrátna-Tal aus ist mittels einer im Jahr 2006 in Betrieb genommenen Kabinenseilbahn
der höchste Gipfel des Gebirges - der Veľlký Kriváňn - relativ leicht erreichbar.

In den Kalksteingebieten entstanden wilde felsige Engpässe und Schluchten;
so befindet sich bei Sutovo ein 38 Meter hoher Wasserfall.

Weitere wichtige Touristenorte in diesem Teil der Kleinen Fatra sind Terchova,
der Geburtsort von Juraj Janoski, und Zazriva.

Etwas weniger bekannt ist die Lúcanská Fatra. Der zentrale Teil dieser Region -
die Martinské hole unweit der Stadt Martin - wird dabei am häufigsten besucht;
hier befindet sich das - neben dem Vrátna-Tal - zweite größere Skigebiet der Kleinen Fatra.
Von der Gipfelregion des höchsten Berges - der Velká Lúka - ist ein weiter Ausblick in das
Turzbecken möglich.

Touristisch bedeutsam sind die verschiedenen Kurorte, die sich aufgrund der guten Luft
und der diversen Heilquellen in der kleinen Fatra angesiedelt haben.

Verkehr

Die Kleine Fatra ist verkehrstechnisch recht gut erschlossen. Durch den Engpass
Strecnianska tiesňnava verläuft die Bahnstrecke Zilina - Kosice (vormals Kaschau-Oderberger Bahn);

in Vrutky zweigt die Strecke nach Süden über Martin nach Zvolen ab. Schließlich führt am
Nordwestrand des Gebirges eine kleine regionale Verbindung von Žilina nach Rajec.
In alle größeren Ortschaften am Gebirgsrand verkehren Busse.

Einige Bergsiedlungen im Norden der Krivánska Fatra sind nur auf unbefestigten Fahrwegen
oder sogar nur auf Fußpfaden erreichbar.

Vom deutschsprachigen Ausland führt der schnellste Weg in die kleine Fatra über Prag oder
Bratislava. Von dort aus gibt es direkte Schnellzüge unter anderem nach Zillina und Vrutky.

Der Reisende hat neben der slowakischen Staatsbahn auch die Auswahl zwischen den privaten
Bahnanbietern Regiojet (ab Prag und Bratislava) und Leo Express (ab Prag).

Naturschutz

Im Gebirge wurde im Jahr 1988 der Nationalpark Kleine Fatra eingerichtet;

seine Größe beträgt 226,3 km². Er liegt ausschließlich auf dem Gebiet der Krivánska Fatra.
Eine Reihe von Flächen inner- und außerhalb des Nationalparks sind
unter besonderen Schutz gestellt worden:

Národné prírodné rezervácie (NPR, Nationale Naturreservate)

- Chleb (412,87 ha, seit 1967)
- Klacianska Magura (204,47 ha, 1976)
und weitere

Bedeutende Erhebungen

- Velky Krivan, 1.709 m
- Chleb, 1.647 m
- Velky Rozsutec, 1.610 m
- Stoh, 1.608 m
und weitere

Einige Ortschaften im Gebirge in der Umgebung

- Zillina (Sillein)
- Martin
- Rajec
- Kralovany
- Varni
- Strecno
- Terchova
- Parnica
und weitere

 

Informationen aus Wikipedia - der freien Enzeklopedie (gekürzt)

Nationalpark Kleine Fatra , Národný park Malá Fatra

Lage: Zillinsky ,

Nächste Städte. Zillina , Vrutky, Dolny Kubin

Fläche :226,30 km²

Gründung. 1. April 1988

Adresse:
Sprava Národného parku Malá Fatra
Hrnčcciarska 197
013 03 Varín
www.npmalafatra.sk

Der Nationalpark Kleine Fatra (slowakisch Národný park Malá Fatra) ist ein slowakischer
Nationalpark im Nordwesten des Landes. Er erstreckt sich auf einem Teil des Gebirges Kleine
Fatra. Der Nationalpark wurde im Jahr 1988 gegründet, nachdem auf ungefähr gleichem Gebiet
schon seit 1967 ein Landschaftsschutzgebiet bestand, um das Gebirge besser vor negativen
Zivilisations-Einflüssen zu schützen.

Der Sitz der Verwaltung befindet sich in Varin.


Der Nationalpark liegt im politischen Bezirk Zillinsky kraj(Okresy Zilina, Martin und Dolny Kubyn)
und erstreckt sich auf dem Ostteil der Kleinen Fatra, die (nach dem Berg Velky Krivan) den
Namen Krivanska Fatra trägt, also zwischen dem Waag-Engpass bei Strecno
und dem Anfang des Gebirges Oravska Magura bei Zazriva.

Die Größe der Kernzone beträgt 226,30 km², die Schutzzone ist 232,62 km² groß,
insgesamt 458,92 km².
Die Schutzzone umfasst zusätzlich einen Teil des Talkessels Zailinsk kotlina,
einen kleinen Teil des zweiten Bestandteils der Kleinen Fatra, die Lucanska Fatra, sowie die
Šípska Fatra am linken Ufer der Orava, teilweise schon im Okres Ruzomberok.

Zusammen mit dem ungarischen Donau-Eipel-Nationalpark ist der Nationalpark Kleine Fatra
der westlichst gelegene Nationalpark im gesamten Karpatenbogen
(es gibt jedoch noch einige Landschaftsschutzgebiete).

Der höchste Berg ist der Velký Kriváň mit 1.709 m n.m. Ein bekanntes Tal im Nationalpark
ist das Vratna-Tal.

Flora und Fauna

Etwa zwei Drittel des Nationalparks sind bewaldet. Der Laubwald bedeckt etwa 60 % davon,
im Gegensatz zum Nadelwald (40 %), häufigste Bäume sind Buchen und Fichten,
seltener kommen Tannen, Bergkiefer und Ahorne vor.

In der großen Artenvarietät sind folgende Arten/Gattungen nur einige Beispiele:

- Enziane (Clusius-Enzian)
- Aurikel
- Nelken
- Rundblättriger Sonnentau
- Cypripedioideae (Gelber Frauenschuh)

Dazu wachsen auch einige Endemite auf dem Gebiet des Nationalparks Alchemilla sojakii,
Alchemilla virginea (Gattung Frauenmantel), Euphrasia stipitata (Gattung Augentroste)
und Sorbus margittaiana (Gattung Mehlbeeren).

Im Nationalpark kann man aus dem Bereich der Wirbeltiere z. B. Steinadler, Uhus,
Schwarzstörche, Braunbären, Eurasische Luchse, Steinmarder, Fischotter,
Wildkatzen und Wölfe finden.

Tourismus

Zu einigen Sehenswürdigkeiten im und um den Nationalpark gehören:
- die Kyrtalova jaskyna (Kristall-Höhle) unterhalb des Bergs Malý Rozsutec,
- mit Calcit-Dekoration
- der 38 m hohe Wasserfall von Sutovo

- nationales Naturreservat Tiesňavy
- Burg Strecno und Burg Starhrad beim Domašín-Mäander der Waag
- traditionelle Volksarchitektur (Štefanová) und
- Zentren der slowakischen Folklore (z. B. Terchova)

Besonderer Naturschutz

Národné prírodné rezervácie (NPR, Nationale Naturreservate)

- Chleb (412,87 ha, seit 1967)
- Rozsutec (841,55 ha, 1967)
- Sokolec (199,24 ha, 1980)
- Starý hrad (85,42 ha, 1967)
und weitere

Prírodné rezervácie (PR, Naturreservate)

- Hajasová (7,17 ha, seit 1976)
- Hrádok (6,75 ha, 1976)
und weitere

Der Nationalpark liegt im politischen Bezirk Zillinsky  kraj
(Okresy Zilina, Martin und Dolny Kubyn) und erstreckt sich auf dem Ostteil der Kleinen Fatra,
die (nach dem Berg Velky Krivan) den Namen Krivanska Fatra trägt, also zwischen dem Waag
Engpass bei Strecno und dem Anfang des Gebirges Oravska Magura bei Zazriva.

Die Größe der Kernzone beträgt 226,30 km², die Schutzzone ist 232,62 km² groß,
insgesamt 458,92 km². Die Schutzzone umfasst zusätzlich einen Teil des Talkessels
Zailinsk kotlina, einen kleinen Teil des zweiten Bestandteils der Kleinen Fatra,
die Lucanska Fatra, sowie die Šípska Fatra am linken Ufer der Orava,
teilweise schon im Okres Ruzomberok. Zusammen mit dem
ungarischen Donau-Eipel-Nationalpark ist der Nationalpark Kleine Fatra der
westlichst gelegene Nationalpark im gesamten Karpatenbogen
(es gibt jedoch noch einige Landschaftsschutzgebiete).

Der höchste Berg ist der Velký Kriváň mit 1.709 m n.m.
Ein bekanntes Tal im Nationalpark ist das Vratna-Tal.

Flora und Fauna

Etwa zwei Drittel des Nationalparks sind bewaldet. Der Laubwald bedeckt etwa 60 % davon,
im Gegensatz zum Nadelwald (40 %), häufigste Bäume sind Buchen und Fichten, seltener
kommen Tannen, Bergkiefer und Ahorne vor.

In der großen Artenvarietät sind folgende Arten/Gattungen nur einige Beispiele:

- Enziane (Clusius-Enzian)
- Aurikel
- Nelken
- Rundblättriger Sonnentau
- Cypripedioideae (Gelber Frauenschuh)

Dazu wachsen auch einige Endemite auf dem Gebiet des Nationalparks Alchemilla sojakii,
Alchemilla virginea (Gattung Frauenmantel), Euphrasia stipitata (Gattung Augentroste)
und Sorbus margittaiana (Gattung Mehlbeeren).

Im Nationalpark kann man aus dem Bereich der Wirbeltiere z. B. Steinadler, Uhus,
Schwarzstörche, Braunbären, Eurasische Luchse, Steinmarder, Fischotter,
Wildkatzen und Wölfe finden.

Tourismus

Zu einigen Sehenswürdigkeiten im und um den Nationalpark gehören:
- die Kyrtalova jaskyna (Kristall-Höhle) unterhalb des Bergs Malý Rozsutec,
-  mit Calcit-Dekoration
- der 38 m hohe Wasserfall von Sutovo

- nationales Naturreservat Tiesňavy
- Burg Strecno und Burg Starhrad beim Domašín-Mäander der Waag
- traditionelle Volksarchitektur (Štefanová) und Zentren der slowakischen Folklore
- (z. B. Terchova)


Besonderer Naturschutz

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- Chleb (412,87 ha, seit 1967), Rozsutec (841,55 ha, 1967),Sokolec (199,24 ha, 1980),
- Starý hrad (85,42 ha, 1967)
und weitere

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