Hohe Tatra - Nationalpark Hohe Tatra in der Slowakei - Urlaub in der Hohen Tatra, Landkarte der Hohen Tatra, Informationen zur Hohen Tatra ...

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Hohe Tatra
Informationen aus Wikipedia - der freien Enzeklopedie (gekürzt)

Höchster Gipfel Gerlachovský štít (Gerlsdorfer Spitze) (2655 m n.m.)
Lage Slowakei, Polen
Teil der Westkarpaten

Die Hohe Tatra (slowakisch Vysoké Tatry, polnisch Tatry Wysokie), ein Teilgebirge der Tatra,
ist der höchste Teil der Karpaten und gehört zu zwei Dritteln zur Slowakei, zu einem Drittel zu
Polen.
In beiden Ländern steht sie jeweils als Teil eines Nationalparks unter besonderem Schutz,
gleichzeitig ist sie Biosphärenreservat der UNESCO. Auf slowakischer Seite gehört die Hohe
Tatra überwiegend zur Zips, lediglich der äußerste Südwesten zur Liptau.

Seit 1999 sind die slowakischen Gemeinden an der Südseite der Hohen Tatra, wie schon
zwischen 1947 und 1960, als Stadt unter dem slowakischen Namen der Hohen Tatra Vysoke
Tatry
zusammengefasst...

 

Das Landschaftsbild der Hohen Tatra

Die Hohe Tatra bietet ein alpenähnliches Panorama mit Hochgebirgsrelief und vereinzelten
Schneefeldern.

Ungewöhnlich ist die Anordnung der höchsten Gipfel am (südlichen) Außenrand. Sie wird oft,
obwohl es sich eigentlich um ein Teilgebirge handelt, als das (flächenmäßig, keineswegs jedoch
höhenmäßig) „kleinste Hochgebirge der Welt“ bezeichnet.

Der Hauptkamm der Hohen Tatra ist „nur“ 27 km lang.

Das Gebirge bietet dennoch eine Überfülle an Naturschönheiten und touristischen Möglichkeiten
(Wanderungen, Klettertouren, Skitouren, Pistenstandorte, zahlreiche Kur- und Erholungsorte).

Berge in der Hohen Tatra

Die Waldgrenze liegt bei etwa 1.500 m.
24 (oder 25) Gipfel der Hohen Tatra überschreiten die 2.500-m-Grenze.

Die höchsten Erhebungen sind der Gerlachovsky stit (Gerlsdorfer Spitze) mit 2.655 m,
zugleich der höchste Berg der Slowakei und der gesamten Karpaten, die Gerlachovska veza
(Gerlsdorfer Turm) mit 2.642 m, der Lomnicky stit (Lomnitzer Spitze) mit 2.632 m
und der Ladov stit (Eistaler Spitze) mit 2.627 m.

Von den etwas niedrigeren Gipfeln sind vor allem der mächtige Slavkovsky stit (Schlagendorfer
Spitze) mit 2.452 m und die aus drei Gipfeln bestehenden Rysy (Meeraugspitze) zu nennen,
deren mittlerer knapp an der slowakisch-polnischen Grenze der höchste mit 2.503 m, deren
nordwestlicher als zweithöchster mit 2.499 m zugleich der höchste Berg Polens ist.

Ein weiterer erwähnenswerter Berg ist der als wichtiges nationales Symbol auf den
slowakischen Centmünzen abgebildete Krivan (Krumm- oder Ochsenhorn) mit 2.494 m Höhe.

 

Seen in der Hohen Tatra

Die größten der zahlreichen Gletscherseen der Hohen Tatra befinden sich unterhalb der Rysy
(Meeraugspitze) auf polnischem Gebiet, so das Morskie Oko (Meerauge, slowak. Morské oko),
der Czarny Staw pod Rysami (Schwarzer Teich unter der Meeraugspitze) und Seen
in der Dolina Pięeciu Stawów Polskich (Tal der fünf polnischen Teiche).

Auf slowakischer Seite liegen Seen wie der Strebske pleso (Tschirmer See), an dem der
gleichnamige Touristenort liegt, der als Hauptquelle des Poprad geltende Velke Hincovo pleso
(Großer Hinzensee) oder der Zelené pleso (Grüner See) im Osten der Hohen Tatra.

- Veľké Hincovo pleso (Großer Hinzensee) im Tal Mengusovská, Slowakei

- Czarny Staw (Schwarzer Teich), Polen

- Dolina Pieciu Stawów Polskich (Tal der fünf polnischen Teiche), Polen

- Morskie Oko (Meerauge), Polen

- Skalnaté pleso (Steinbachsee) (1751 m) mit Lomnický štít (Lomnitzer Spitze) (2632 m),
- Slowakei

- Hütte im Tal Gasienicowa, Polen

- Štrbské pleso (Tschirmer See), Slowakei

 

Fremdenverkehr in der Hohen Tatra, Pässe

Die Tatra, insbesondere die Hohe Tatra, ist der am besten für den Tourismus erschlossene
Teil der gesamten Karpaten. Insbesondere im polnischen Zakopane – als größte Stadt in der
Tatra auch als „Hauptstadt der Tatra“ bekannt – Bukowina Tatrzanska und Bialka Tatrzanska
und in den slowakischen Orten Poprad, Štrbské Pleso, Stary Smokovec und Tatranska Lomnica
(letzte drei sind Ortsteile der Stadt Vysoke Tatry) befindet sich eine gut ausgebaute
touristische Infrastruktur.

Die Elektrische Tatrabahn verbindet die größeren Talorte der slowakischen Hohen Tatra.
Des Weiteren gibt es in Poprad einen internationalen Flughafen. Zakopane ist über die
Schnellstraße „Zakopianka“ sowie mit der Bahn von Krakau (via Chabowka) aus gut zu
erreichen; hier enden die Bahnstrecke und die Straße.

Im Vorland der Hohen Tatra liegen mehrere Freilichtmuseen, wie das Dorfmuseum Liptov
und das Museum des Orava Dorfes.

Der erste Pass östlich der Hohen Tatra ist der Duklapass (502 m); über einen Pass
nordwestlich von Zakopane führt die Fernstraße von Krakau nach Budapest.

 

Nationalpark Tatra

Es bestehen sowohl auf der polnischen (seit 1954) als auch der slowakischen (seit 1949) Seite
der Tatra jeweils ein Nationalpark. Er ist der älteste und größte slowakische sowie der
meistbesuchte polnische Nationalpark – der „Tatra-Nationalpark“ (abgekürzt TANAP in der
Slowakei und TPN in Polen). Ungefähr vier Fünftel des grenzübergreifenden Nationalparks
liegen auf slowakischem, der Rest auf polnischem Gebiet.

Der Haupteingang auf der polnischen Seite ist Kiry. Teilweise grenzt auch das Stadtgebiet
von Zakopane an den Nationalpark.

Auf slowakischer Seite ist der Nationalpark durch mangelnde Kontrolle und die damit
einhergehende unkontrollierte Entwicklung der touristischen Infrastruktur gefährdet.

Bergsteigen und Klettern in der hohen Tatra

Wegen der vergleichsweise weiten Entfernung in die Alpen war das Bergsteigen für die Polen
lange Zeit gleichbedeutend mit Besteigungen in der Tatra. Folgerichtig ist auf polnisch ein
Taternik (fem.: Taterniczka) ein (Tatra-)Bergsteiger. Auch bei den Bergsteigern der DDR
vor der Wende war die Tatra außerordentlich beliebt, war sie doch das einzige Gebirge,
das in großer Nähe und ohne die sozialistischen Ausreisebeschränkungen erreichbar war.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands hat der Ansturm der Deutschen nachgelassen,
dafür kommen seither mehr osteuropäische Touristen und Bergsteiger in die Tatra.

Für den Besuch des slowakischen Nationalparks Tanap gelten strenge Regeln.
Innerhalb seiner Grenzen dürfen Wanderer nur Straßen und markierte Wege benutzen.
Touren außerhalb der markierten Wege sind nur unter der Führung eines registrierten
Bergführers erlaubt.

Für die meisten alpinen Wege gilt eine Wintersperre vom 1. November bis 15. Juni.
Das Besteigen von Gipfeln ist – soweit nicht markierte Wege hinaufführen – nur mit Bergführer
gestattet. Markierte Wege führen auf Krivan, Rysy, Slavkovský štít sowie eine Anzahl
kleinerer Gipfel wie etwa die Voliza vea oder die Batizovsky stit.

Skifahren ist nur auf markierten und präparierten Pisten und Wegen möglich. Benutzt werden
dürfen auch markierte Wanderwege, aber Fußgänger haben dort Vorrang. Radfahren ist auf öffentlichen Wegen und markierten Radwegen (auf lokalen Karten eingezeichnet) erlaubt.
Fallschirmspringen und Paragliding ist auf eigens ausgewiesene Areale beschränkt.

Camping und Parken ist beschränkt auf markierte Camping- bzw. Parkplätze. Übernachtungen
im Freien sind nicht erlaubt, auch nicht auf Straßen, Wegen oder Parkplätzen.
Die Benutzung von Kraftfahrzeugen und Fahrrädern außerhalb öffentlicher Wege ist verboten,
Hunde dürfen den Nationalpark nicht betreten. Eine Reihe weiterer Bestimmungen sucht
den vollständigen Schutz von Fauna und Flora sicherzustellen.

Bergsteigen im eigentlichen Sinn ist nur „organisierten“ Kletterern (Mitgliedern anerkannter
Bergsteigervereine wie DAV, ÖAV, SAC, CAI, CAF) nach Anmeldung bei der TANAP-Bergrettung
erlaubt.

Einige Gebiete sind allerdings für alle alpinistischen Aktivitäten vollständig gesperrt. Kletterern
ist es gestattet, den Nationalpark abseits der Lehr- und Wanderpfade auch während der
Sperrzeiten zu betreten, um einen Gipfel der Schwierigkeit UIAA II oder höher zu besteigen,
eingeschlossen sind alle Grade ab dem zweiten Schwierigkeitsgrad UIAA,
ausgenommen Kopské sedlo – Jahnací štít und Velká Svištovka – Kežmarský štít.

Jede Begehung unter dem zweiten Schwierigkeitsgrad ist im Sommer nur zulässig,
wenn es der Abstieg erforderlich macht, oder vom 21. Dezember bis 20. März auch in beide
Richtungen, wenn es zum Winter-Training von Extrembergsteigern gehört
oder zum Eisklettern notwendig ist.

Bergsteiger müssen ihren Mitgliedsausweis bei sich tragen und diesen auf Verlangen den
Mitarbeitern des Nationalparks vorzeigen. In einem Kletterkurs müssen alle Teilnehmer von
einem erfahrenen Bergsteiger mit gültigem Bergführerdiplom betreut werden.

Biwakieren in den Bergen ist verboten. Organisierten Bergsteigern ist es erlaubt, das Lager
in Bielovodská dolina zu nutzen, das Lager steht nicht zur öffentlichen Nutzung. Anspruchsvollere Touren (etwa Winter-Tour über den Hauptkamm) müssen im Voraus bei den
Nationalpark-Behörden angemeldet werden. Alle Kletterer müssen ihr Ziel und den
voraussichtlichen Zeitpunkt der Rückkehr am Ausgangspunkt hinterlegen,
bevor sie zu einer Tour aufbrechen.

In einigen Gebieten des Nationalparks sind auch winterliche Skitouren erlaubt.

Im polnischen Nationalpark TNP gelten ähnlich strenge Regeln, allerdings ist
auf polnischer Seite die touristische Nutzung stärker.

Allein der leichteste der drei Wege zum Morskie Oko (Meerauge) wird im Sommer von
bis zu 10.000 Personen pro Tag begangen.

Orkan im November 2004

Ein Orkan hat am 19. November 2004 fast die Hälfte aller Bäume auf der slowakischen Seite
der Hohen Tatra zerstört.
Die Schneise der Verwüstung ist 3 Kilometer breit und 50 Kilometer lang. Man schätzt
die Größe der zerstörten Fläche auf 12.000 Hektar. Durch die ungewollte „Abholzung“ drohen
nun nach Regenfällen und Schneeschmelzen Überschwemmungen und Erdrutsche sowie in den
noch nicht bereinigten bzw. geschädigten Flächen eine starke Vermehrung von Borkenkäfern.

Zunächst wurden diese Orkanschäden als eine nationale Katastrophe empfunden. Nach 2006
setzte sich allmählich die Erkenntnis durch, dass dieses Ereignis auch als Chance für einen
beschleunigten Umbau der Fichtenmonokulturen zu natürlichem Mischwald zu sehen ist.

Wirklich Leidtragende der verschwundenen Wälder sind die örtlich ansässigen Roma-Familien,
die sich in der Vergangenheit durch Sammeln von Waldbeeren und Pilzen einen einträglichen
Zuverdienst verschaffen konnten.

 

Informationen aus Wikipedia - der freien Enzeklopedie
(gekürzt, Stand 01-16)

Tatra-Nationalpark - Tatranský národný park


Lage: Presovsky, Zillinsky, Slowakei
Besonderheit:
UNESCO-Biospährenreservat, ältester Nationalpark der Slowakei
Nächste Stadt: Vysoke Tatry, Kezmarok, Poprad
Fläche: 738 km²

Gründung: 1. Januar 1949

Adresse:

Sprava Tatranského národného parku
Biosférická rezervácia Tatry
Tatranská Štrba 75
P.O.Box 21
059 41 Tatranská Štrba
www.spravatanap.org

Der Tatra-Nationalpark (slowakisch Tatranský národný park, Abk. TANAP) ist der älteste
slowakische Nationalpark. Er erstreckt sich in der nördlichen Mitte der Slowakei entlang des
gleichnamigen Gebirges und umfasst dessen Untergliederungen Westtatra, Hohe Tatra und
Belaer Tatra.

Die Kernzone bedeckt eine Fläche von 738 km² in den politischen Bezirken Zillinsky kraj
(Okresy Tvrdosin und Liptovsky Mikulas) und Presovsky kraj (Okresy Poprad und Kezmarok).
Der Sitz der Verwaltung befindet sich in Tatranska Strba (Ortsteil der Gemeinde Strba).
Der Nationalpark ist durch die Weltnaturschutzunion IUCN als Schutzgebiet der Kategorie II
(Nationalpark) anerkannt.

Zusammen mit dem polnischen Tatra-Nationalpark ist der Nationalpark seit 1992 ein
UNESCO-Biosphärenreservat. Rechnet man eine 307,03 km² große Schutzzone hinzu,
umfasst die gesamte Fläche des Nationalparks 1045 km².
Das macht etwa 2,13 % der Fläche der gesamten Slowakei aus. Durch den Park verlaufen
zahlreiche Wanderwege mit einer Gesamtlänge von etwa 600 km und 22 Radwanderwege.

Der höchste Berg des Nationalparks ist die Gerlachovsky stit
(Gerlsdorfer Spitze, 2654,4 m n.m.), die zugleich höchster Berg der Slowakei
und der gesamten Karpaten ist.

Als Symbol des Nationalparks, das auch auf dem Logo der Verwaltung erscheint,
gilt die Tatra-Gämse (Rupicapra rupicapra tatrica).

Geschichte

Der Park wurde per Gesetz 11/1948 Zb. des SNR (Slowakischer Nationalrat) am 1. Januar 1949
gegründet. Somit handelt es sich um den ältesten slowakischen Nationalpark.
1987 wurde der Park um die Westtatra erweitert, wodurch die Fläche auf 741,11 km² in der
Kernzone und 365,74 km² in der Schutzzone stieg.

2003 wurden die Grenzen geändert und der Park zum heutigen Stand verkleinert.
[Seit 2004 gehört ein 617,35 km² großes Gebiet innerhalb des Nationalparks zu
den Natura-2000-Schutzgebieten (Code: SKUEV0307).

Geographie

Der Nationalpark bedeckt vollständig die slowakische Seite der Tatra und umfasst damit
die West- und die Osttatra.
Diese Einteilung ist ungefähr auch für die politischen Bezirke Zillinsky kraj und Presovsky kraj
gültig.

Die Westtatra wird in folgende Teile geteilt: Osobitá, Roháce, Sivý vrch (wörtlich Grauer Berg),
Liptovské Tatry (Liptauer Tatra), Liptovské Kopy, Cervené vrchy (Rote Berge).

Die Osttatra umfasst die Hohe Tatra und die Belaer Tatra. Neben dem Gebirge selbst befinden
sich kleinere Teile des Parks auch in den umliegenden Talkesseln,
insbesondere der Podtatranska kotlina (Unter-Tatra-Kessel).

Im Rahmen der traditionellen Landschaften liegt die Mehrheit in der Zips (Spiš)
und Liptau (Liptov), mit einem Teil im Nordwesten in der Arwa (Orava).

Durch den Park verläuft die Wasserscheide zwischen zwei Meeren, wobei die Grenze zwischen
den Gebieten in der Gegend des Ortes Strbske Pleso, am gleichnamigen See gelegen, verläuft.
Westlich der Wasserscheide speisen die Bäche letztlich den Fluss Waag, der zum Einzugsgebiet
des Schwarzen Meers gehört;
bedeutende Fließgewässer sind Biely Vha, Bela und Studený potok
Östlich von Štrbské Pleso gehört das Gebiet zum Einzugsgebiet des Poprad, dessen Wasser
über Dunajec und Weichsel in Richtung Ostsee fließt. Neben dem Fluss Poprad sind auch die
Bäche Studený potok, Kežmarská Biela voda und Biela voda bedeutend.

Als Relikt der letzten Eiszeit befinden sich mehr als hundert Gletscherseen
(die plesá, Sing. pleso genannt werden, abweichend vom normalen Begriff jazero
für einen See) im Nationalpark.

Der wohl bekannteste See ist der Strbske pleso (Tschirmer See), der größte ist der
Velke Hincovo pleso mit einer Fläche von 20 ha und Tiefe von 58 m.

Zu den bekanntesten Tatra-Wasserfällen gehören die folgenden: Studenovodské vodopády,
Kmeťtov vodopád, Vajanského vodopád, Rohácsky vodopád und Vodopád Skok.

Bis heute sind mehr als 300 Höhlen bekannt, jedoch nur eine ist als Schauhöhle der
Öffentlichkeit zugänglich, die Belianska jaskyna in der Gemarkung Tatranska Kotlin
(Stadt Vysoke Tatry). Die bisher längsten bekannten Höhlensysteme sind der Mesacný tien
(wörtlich: Mondschatten) mit mehr als 24 km und die Javorinka mit mehr als 9.300 m.
Zugleich sind diese auch die tiefsten: in der Höhle Mesacný tien
erreicht die Höhendifferenz den Wert 451 m.

Der höchste Berg im Gebiet des Nationalparks ist die Gerlachovsky stit in der Hohen Tatra.
In der Westtatra und der Belaer Tatra sind es die Bystra (2248 m n.m.)
bzw. der Havran (2152 m n.m.).

Klima

Die Tatra gehört zu den kältesten und feuchtesten Gebieten der Slowakei. In den tiefer
gelegenen Lagen herrscht noch das für Talkessel in der Slowakei typische Wetter,
bis man stufenweise die Gipfel der höchsten Berge erreicht.

Pro 100 Höhenmeter fällt die Lufttemperatur um etwa 0,6 °C. In Poprad (672 m n.m.) erreicht
die jährliche Durchschnittstemperatur 5,5 °C, auf dem Lomnicky stit (2.632 m n.m.)
ng Schöterich, Cochlearia tatrae (Löffelkräuter), Erigeron hungaricus (Berufkräuter) und weitere. Relikte aus der Eiszeit umfassen unter anderem folgende Pflanzen: Ranunculus alpestris (Hahnenfuß), Ranunculus glacialis, Dianthus glacialis (Nelken), Gentiana frigida (Enziane), Primula minim (Primeln), Fetthennen-Steinbrech, Kraut-Weide, Netz-Weide und andere. Unter den extremen Verhältnissen der alpinen Wiesen wachsen etwa 300 Pflanzenarten, davon 40 noch auch über 2600 m n.m.

Die Tierwelt wird von mehr als hundert Gattungen der Vögel, elf Gattungen der Fische sowie
mehreren Gattungen von Reptilien, Lurche und Säugetiere gebildet.
Daneben kann man auch eine unbestimmte Anzahl der Wirbellosen finden. Als die bekanntesten
Tierarten der Tatra gelten Gämsen (Tatra-Gämse), Murmeltiere (Alpenmurmeltiere) und Adler (Steinadler). Weiter gehören hierher: Auerhähne, Braunbären, Eurasische Luchse, Otter, Schneemäuse, Wildkatzen und Wölfe, von Vögeln Sperlings- und Waldkäuze, Uhus, Turm- und Wanderfalken sowie folgende Eiszeit-Relikte: Dreizehenspecht, Ringdrossel und Tannenhäher.

Besondere Naturschutzgebiete
Neben dem Nationalpark gibt es noch eine Reihe besonders geschützter Gebiete:

Národné prírodné rezervácie (NPR, Nationale Naturreservate)

- Batizovská dolina (523,6 ha, seit 1952)
- Belianske Tatry (5407,65 ha, seit 1991)  und weitere

Národné prírodné pamiatky (NPP, Nationale Naturdenkmale)

- Belianska jaskyna (seit 1979)
- Brestovská jaskyna (seit 1979)
- Javorinka (seit 2001)

Prírodné rezervácie (PR, Naturreservate)

- Bor (133,61 ha, seit 1991)
- Brezina (1,16 ha, seit 1991) und weitere

Probleme

Folgen des Orkans vom 19. November 2004

Ein großes Problem des Nationalparks besteht in der Nutzung des Geländes, was zum Streit
zwischen Befürwortern des reinen Naturschutzes und Betreibern oder Investoren in der
Tourismusbranche führt.

Deshalb gab es mehrere Vorschläge zur neuen Zoneneinteilung des Nationalparks,
bisher konnte jedoch keine befriedigende Lösung gefunden werden.

Zum Beispiel fand im Winter 2010 auf dem zugefrorenen See Štrbské pleso ein

Pferdepolo-Wettkampf statt, der See unterliegt jedoch der strengsten fünften Stufe des
Naturschutzes, wo per Gesetz keine solchen Ereignisse durchgeführt werden sollen.

Insbesondere nach dem Orkan vom 19. November 2004 treten vermehrt Konflikte um die
Ausfuhr der umgefallenen Bäume und die Bekämpfung der Waldkalamität
(als Folge der Borkenkäfer-Übervermehrung) auf.

In der Vergangenheit gab es heftige Konflikte in den Tälern Ticha dolina und Koprova dolina
zwischen nichtstaatlichen Naturschutzorganisationen und dem Forstbetrieb oder
Umweltministerium.

 

 

 

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